Lack-Lexikon


Abbeizer

Abbeizer sind alkalische, saure oder neutrale Mittel in flüssiger oder pasteuser Form. Werden sie auf eine getrocknete Altlackierung aufgebracht, erweichen sie diese, so dass sich die Beschichtung entfernen lässt, dieser Arbeitsprozess muss je nach Untergrund mehrfach wiederholt werden. (s. Lackentfernung)

Abdichten

Falzen und Nähte werden i.d.R. mit einer überlackierbaren Nahtabdichtung versehen, damit keine Feuchtigkeit in die Falzen eindringt.

Altern von Lack

Minderung der optischen Attraktivität und/ oder des Schutzwertes. Durch Klimaeinflüsse, chemische und natürliche Einwirksubstanzen, aber auch durch mechanische Beanspruchungen altert Lack. Sichtbarstes Zeichen für das Altern des Lackes sind Vermattungen, Verbleichungen und Risse in der Lackschicht.

Aufpolieren

siehe auch polieren

Auge

Das Auge ist ein hochempfindliches optisches Organ mit der Leistungsfähigkeit eines starken Computers. Es kann feinste Farbdifferenzen erkennen. Ein Reproduktionsvermögen ist nicht vorhanden, es kann sich Farbtöne nicht merken. Es gibt unterschiedliche Beurteilungen in Abhängigkeit der Personen und der Umgebung. Deshalb sind Hilfsmittel zur genauen Bestimmung des passenden Farbtons vonnöten.

Basislack

Der Basislack – bei den aktuellen Lacktechnologien handelt es sich hierbei um Wasserbasislacke – ist die farbton- und effektgebende Lackschicht. Hierbei kann es sich sowohl um eine Zweischicht-Unilackierung als auch um eine Metallic- oder Perleffektlackierung handeln. Ein Basislack muss immer mit einem Klarlack überlackiert werden. Die Schichtdicke des Basislackes ist abhängig vom Deckvermögen des Farbtons – durchschnittlich werden 10 µm – 25 µm aufgetragen.

Bewertung des Lackaufbaus

Eine Autolackierung soll sich durch gleichmäßige Optik (Glanz, Verlauf, Farbton) auszeichnen. Intakte Originallackierungen an Klassikern sind eher die Ausnahme, Originallackierungen sollten unbedingt erhalten werden. Unregelmäßigkeiten im Decklack können Indizien für unfachmännische Lackreparaturen oder Ganzlackierungen sein und verraten diese. Schmutz und ausgeblichene Flächen verbergen Lackschäden geschickt. Voraussetzung, dies zu erkennen, ist eine gewaschene und ggf. polierte Lackierung. Typische Indizien sind: Farbtonveränderungen, Schleifriefenmarkierungen, Randzonenmarkierungen, Krater, Schmutzeinschlüsse, Glanz- und Verlaufsunterschiede. Oberflächenstörungen wie Risse, Blasen, Korrosionsschäden weisen schon äußerlich auf Schlimmeres hin. Eine Durchschliffprobe bis auf den Untergrund verrät die Geschichte der Lackierung wie Jahresringe bei Bäumen und eignet sich zur Identifizierung des Lackaufbaus und der Originallackierung / Reparaturlackierungen. Auf eine Nachlackierung weisen natürlich auch überlackierte Kederbänder, Gummidichtungen sowie Spuren von Abklebebändern etc. hin.

Blasen

treten als Erhebungen in verschiedenen Arten, Größen und Häufigkeit auf.
Mögliche Ursachen sind Unterrostungen, falsche Lacktrocknung oder Verunreinigungen durch Salzrückstände.

Blech/ Stahlblech

wird bei sorgfältiger Bearbeitung nicht direkt lackiert sondern mit Korrosionsschutzprimer und anschließend Füller versehen. Nach dem Glätten wird der Decklack aufgebracht.

Bleihaltig

Blei- und schwermetallhaltige Pigmente wurden bis in die 1980er Jahre speziell für leuchtende Rot- oder Gelbfarbtöne in der Auto-Serienproduktion eingesetzt. Ein Grund war auch die hohe Deckfähigkeit dieser Stoffe. Heutige Erkenntnisse zum Gesundheits- und Umweltschutz fordern den Verzicht von schwermetallhaltigen Pigmenten. Neueste Pigmententwicklungen ermöglichen die Nachstellung auch älterer Farbtöne in bleifreier Qualität.

Color Online

Online Farbsuchsystem von Glasurit (www-color-online.glasurit.com)

Decklack

Bei aktuellen Lacktechnologien handelt es sich um 2-Komponenten Decklacksysteme – erfüllt die Funktion der Farbtongebung und Schutzschicht in einem. Die Schichtdicke beträgt zwischen 50 µm – 70 µm. Um die Wetterstabilität für die Oldtimerlackierung noch weiter zu optimieren, kann nach der Trocknung ein zusätzlicher Klarlackauftrag erfolgen.

Deckvermögen

auch Deckkraft genannt, kennzeichnet die Fähigkeit einer Beschichtung, die Farbe oder Farbunterschiede des Untergrunds zu verdecken.

Durchschliffmethode

auch Querschnitt, zur Untersuchung, Analyse und Ursachenermittlung von Lackierungen und Lackierfehlern gebräuchliche Methode.

Effekt-Lack

z.B. Metallic-Lack; der Glitzereffekt wird durch Aluminiumflakes erzielt; niedriger Festkörperanteil. Für gute Effekt-Wirkung müssen bis zu 3 Lackaufträge erfolgen. Effektlacke bei Automobilen werden eingeteilt in folgende Klassen: Metalleffektlacke mit Helligkeits-Flop, Perl-Effektlacke mit leicht changierendem Farbflop und Farbflop-Lacke mit starkem Farbwechsel. Die Farbeindrücke sind vom Betrachtungswinkel abhängig.

Effektstoffe

Die gängigsten Effektstoffe für Metalliceffekte bei historischen Farbtönen sind sog. Aluminiumflakes. Je nach Typ (gezackt = dunkler, rund = heller Glitzereffekt, flach = strahlend hell in der Aufsicht etc.) können verschiedene Effekte erzielt werden. Heutige Farbtöne werden mit weit komplexeren Effektstoffen gemischt (Perleffekte, Flip-Flop-Pigmente, lasierende Zwischenschichten etc.).

Einbrennlackierung

wird noch umgangssprachlich für die Trocknung nach der Lackierung verwendet, tatsächlich werden Fahrzeuge in der Reparaturlackierung mit nur ca. 60°C luftgetrocknet.

Einschichtlackierung

Metalliclacke wurden vor der Einführung von Zweischicht-Systemen (Basislack mit Klarlackversiegelung) im sog. Einschicht-Verfahren lackiert. Einschichtlacke verfügen nicht über den gewohnten Hochglanz, da die Metalleffekt-Teilchen (in der Regel Aluminium-Flakes) teils aus der Lackoberfläche herausragen. Die Einschichtlack-Technologie wird bei der Restaurierung durch die hochwertigere 2-Schichtlackierung (Basislack / Klarlack) ersetzt.

Elektrotauchlack

ionisch wässrige Dispersion, die elektrochemisch abgeschieden wird. Bei der Elektrotauchlackierung sorgt das Anlegen von Gleichstrom zwischen Elektroden für das Ausfällen der geladenen Lackmicellen bzw. Dispersionsteilchen. Die Beschichtung erfolgt besonders gleichmäßig in allen Bereichen komplizierter Objekte. Siehe auch KTL.

Entfettung

je nach Material (Stahl, Aluminium, Zink) werden schwach saure, neutrale oder alkalische Reiniger verwendet. Frühere Methoden zur Entfettung mit Chlor-Kohlenwasserstoffen sind aus Umweltgründen kaum noch gebräuchlich. Unter strengen arbeitshygienischen und umweltgerechten Bedingungen werden Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Ketone, Ester und Glykolether noch eingesetzt.

Entrosten von Blechen

unentbehrlich zur Vorbereitung neuer Beschichtungen, die sonst nicht haften würden. E wird üblicherweise mit dem Winkelschleifer und einer groben Körnung (P 16 – P 80) vorgenommen oder mit speziellen Kunststoffschleifscheiben gearbeitet.

Expodi-Grundierung

Grundierung mit Epoxidharz als Filmbildner (bietet einen hervorragenden Korrosionsschutz).

Farbe

Oberbegriff für alle farbgebenden Substanzen. Farbe entsteht im Auge des Betrachters, wenn dem sichtbaren Spektrum des angebotenen Lichtes von 380 – 720 nm Wellenlängenanteile entnommen werden. Die Farbpigmente entfernen einzelne Wellenlängenanteile durch selektive Absorption oder Interferenz aus dem weißen Licht. Das menschliche Auge kann mehrere Millionen Einzelfarben unterscheiden.

Farbmetrik

Methode zur objektivierten Bewertung von Farben nach Maßzahlen und Messmethoden. Das menschliche Auge erfasst Farbe subjektiv nach Farbton, Buntheit und Helligkeit.

Farbpigmente

Pigmente zählen zu den Farbmitteln, zu denen auch die Farbstoffe gehören. In den 1930er-Jahren wurden Pigmente weiter entwickelt, z.b. Titanoxid. Das ermöglichte neue, helle Farben u.a. auch reines Weiß. Man unterscheidet auch unbunte Pigmente (Weißpigmente und Schwarzpigmente), Korrosionsschutzpigmente, Buntpigmente (organische und anorganische) und Effektpigmente.

Farbton

Pigmente beeinflussen den Farbton ebenso wie Verarbeitungsmethoden und -temperatur. Objektive Aussagen über den Farbton sind nur bei standardisierter Lichtquelle zu treffen. Bereits 1931 wurden von der internationalen Beleuchtungskommission (CIE) die spektralen Empfindlichkeitsfunktionen des farbennormsichtigen Menschen festgelegt. In Deutschland sind Farbtöne systematisch im DIN-System dargestellt.

Farbton-Archiv

Sammlung von Farbtönen, die früher verwendet wurden bzw. heute verwendet werden. Die sogenannten Lackmischformeln werden in einer Farbtondatenbank gespeichert.

Farbtonmuster

Aufsichtsvorlage eines Farbtones auf Papier, Pappe, Kunststoff oder Metall.

Flugrost

oberflächliche Oxidation, je nach Luftfeuchtigkeit entsteht schon nach kurzer Standzeit an einer blanken Karosserie Flugrost.

Füller

Funktionsschicht über der Grundierung zum Ausgleichen von Unebenheiten. F ist gut schleifbar zwecks Erzielung einer glatten Oberfläche, gleichzeitig als Steinschlagschutz funktionierend.

Glanz

reflektiertes Licht an der Oberfläche von Beschichtungen. Der Glanzgrad eines frisch lackierten Autos kann 88 Prozent betragen, mit Hochglanzpolitur sind 91 Prozent drin. Der Glanz lässt sich mit einem Glanzmessgerät messen: Ermittelt wird die Reflexion der Oberfläche nach DIN 67530.

Glasfaser

Füllstoff im Lack zur Erhöhung der Zug- und Reißfestigkeit. Bekannt auch in Form von Glasfaserspachtel.

Grundfüller

Füller bzw. Grundfüller sind die tragende Schicht für den nachfolgenden Decklackauftrag. Lackschichten sind feuchtigkeitsdurchlässig (Fachbegriff: Diffusion). Die Füllerschicht ist im Prinzip die „Lunge“ des Lackaufbaus, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt Sie auch wieder ab. Daher sind Füller notwendig, um eine ausreichende Wetterstabilität und Korrosionsschutz zu gewährleisten. Zudem erhöhen sie den Schutz vor Steinschlagschäden. Kleinere Unebenheiten und Schleifriefen aus dem Untergrund werden abgedeckt. Bei der Reparaturlackierung werden im Normalfall 50 µm bis max. 150 µm Füller / Grundfüller aufgetragen.

Grundierung

Grundierungen werden als Haftvermittler und / oder Korrosionsschutz eingesetzt. Hierbei werden in der Regel dünne Schichten von 10 – 20 µm aufgetragen. Wird in der Regel durch den Füller optisch abgedeckt.

Haftung

gute Haftung der Beschichtung wird angestrebt. Sie soll auch unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Licht, Salz und Gasen erhalten bleiben und ist notwendige Voraussetzung für eine dauerhafte Schutzwirkung. Die Haftung wird nicht allein durch den Lack bestimmt: Reinigung der Oberfläche (vor und nach dem Schleifen) und beschichtende Vorbehandlungen können die Haftfähigkeit optimieren. Haftung wird also auch durch die richtige Auswahl und Anpassung des Lackmaterials und des Untergrunds erzielt.

Härte

Methoden zur Bestimmung der Härte von Lackierungen sind die Eindruck-Härte, Ritz-Härte und die Dämpfungs-Härte. Nach DIN EN ISO 4617 wird die Härte als die mechanische Eigenschaft einer Beschichtung beschrieben. Dabei wird nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen beschrieben sondern auch das Verhalten bei Druck, Reibung und Ritzen.

Harz

in Lacken werden natürliche und synthetisch hergestellte Harze als Filmbildner eingesetzt. Durch Lösungsmittel erhalten sie die Verarbeitungsfähigkeit. Zu den natürlichen Harzen (Kolophonium, Kopal und Dammar) zählen Baumharze und solche tierischen Ursprungs (Schelllack = Ausscheidung der Stocklaus). Wichtiger sind die synthetischen Filmbildner: Polykondensationsharze (Reaktionsprodukte mit Formaldehyd wie Phenole, Amido- und Amino-Formaldehyd-Harze, Polyester, Polyamide).

High-Solid-Lack

nach Art der Beschaffenheit benannter Lack (hoher Festkörperanteil im Unterschied z.B. zu Pulverlack). Die technische Definition ist jedoch nicht eindeutig. In Europa haben High-Solid-Lacke einen Festkörperanteil > 50 Prozent, in Nordamerika erst ab > 55 Prozent.

Indigo

aus Pflanzen gewonnenes Pigment, ein uralter Kulturbegleiter, der von China über Indien und Ägypten nach Europa kam.

Infrarot-Trocknung

Trocknung der Beschichtung mittels Infrarot-Strahlung. Elektromagnetische Wellen regen die Moleküle zu Schwingungen an. Die zur Wärmeübertragung optimalen Wellenlängen liegen im langwelligen Bereich des sichtbaren Lichtes (0,8 – 6,0 µm). In der Regel trocknet die Beschichtung je nach Produkt nach ca. 5-8 Minuten.

Isolieren

Farben isolieren sich mit zunehmender Unterschiedlichkeit, besonders in den Eigenschaften Buntton und Helligkeit (z.B. helles Gelb zu dunklem Blau).

Japan

wie das englische Wort china für Porzellan ist „japan“ das Synonym für feinste Lackarbeiten.

Klarlack

Der Klarlack ist die Schutzschicht für den Basislack und die gesamte Lackierung. Er sorgt für den Glanz und die Brillanz der Decklackierung und gewährleistet eine hohe Benzin-, Vogelkot- und Wetterbeständigkeit.Der Klarlack wird hierbei mit einer Schichtdicken von 40 µm – 60 µm aufgetragen.

Kleinschäden

können mit Spot-Repair (siehe dort) günstig beseitigt werden.

Korrosionsschutz

Maßnahme zum Schutz von Werkstoffen (z.B. Metall, Kunststoff, Beton) vor chemischen und physikalischen Angriffen durch aggressive Medien und Witterung.

Krater

sichtbare lokale Störung einer Beschichtung. Schwer zu unterschieden von Pieken und Kochern. Krater können auf der Lackoberfläche entstehen meist durch Öl-Fett-Wachs- und Siliconrückstände.

Kratzer

leichte Kratzer lassen sich auspolieren oder können mit einem Lackstift ausgebessert werden.

Kratzfeste Klarlacke

Klarlacke mit dieser Eigenschaft zeichnen sich durch den sogenannten Reflow-Effekt aus. Waschanlagenkratzer werden bei Sonneneinstrahlung wieder unsichtbar

Kreidung

Oberflächenveränderung durch Alterung, geht einher mit Glanzverlust.Häufig bei Rottönen der 1970/80er Jahre sichtbar.

KTL

kathodische Elektrotauchlackierung. Durch Gleichstrom wird auf einem leitfähigen, meist metallischen Substrat eine organische Lackschicht abgeschieden. Sind die Partikel des Lacks mit positiver Ladung stabilisiert, scheiden sie sich an der Kathode ab (im Unterschied zur ATL, anodische Elektrotauchlackierung). Vorteile von KTL sind u.a. verbesserter Korrosionsschutz, bessere Beschichtung, größere Prozesssicherheit, geringere Schichtdicken. Die KTL wird in der Automobilindustrie hauptsächlich eingesetzt.

Kunstharzlack

auch Alkydlack, Abkürzung der englischen Begriffe alcohol und acid. Alkydlacke sind ölmodifizierte Polyester mit Fettsäure- und Ölanteilen. Aufgrund der ausgewogenen Filmeigenschaften und der Kosten sind Alkydharze die wichtigsten Filmbildner für Industrie- und Bautenlacke. Seit etwa 1927 verwendet, bis in die 80er-Jahre gebräuchlich, mit Alkohol verkochte Fettsäuren aus der Erdölraffination als Bindemittel, größere Schichtdicken möglich, schnelleres Trocknen, später durch Melaminharze hinsichtlich Härte, Glanz und Langlebigkeit verbessert

Lack

ein High Tech Produkt. Lack besteht aus den folgenden Komponenten:

  1. das Bindemittel / Harz, verantwortlich für die Ausbildung eines Lackfilms.
  2. Pigmente: farbgebende Bestandteile bei Unilacken und auch als Effektstoff (Aluminium, Perleffekte) bei Metalliclacken.
  3. Lösungsmittel für die Einstellung der Spritzviskosität. Die Lösungsmittel sind im getrockneten Lackfilm nicht mehr vorhanden. Werden heute bei Basislacken größtenteils durch Wasser ersetzt.
  4. Zusatzstoffe (sog. Additive) beeinflussen z.B. den Verlauf oder die Trocknung des Lacks.
Lackaufbau

für gute Qualität der Beschichtung ist der Lackaufbau von entscheidender Bedeutung: die Grundierung sorgt für Korrosionsschutz und Haftung, der Füller gleicht Unebenheiten aus, der Decklack sorgt für die optische Qualität und gewährleistet das mechanische Eigenschaftsniveau. Anstelle eines Decklackes können auch Basislack und Klarlack auf den Füller aufgetragen werden.

Lackpflege

Die richtige Pflege macht Lack wasser- und schmutzabweisend. Der Lack kann anschließend weniger durch Umwelteinflüsse angegriffen werden. Siehe auch Pflege.

Lackreiniger

Lackreiniger zählt im Grunde zu den Poliermitteln, trägt Lack ab.

Lackstift

Glasurit rät bei Kleinstschäden einen Lackierfachbetrieb aufzusuchen. Hier werden dem Autobesitzer Möglichkeiten geboten, Kleinstschäden schnell und kostengünstig zu beheben. Siehe auch Spot Repair.

Lasuren

Lasuren sind farbige oder farblose Beschichtungsstoffe mit besonders fein verteilten nicht deckenden Pigmenten. Lasierende Anstriche werden besonders auf Holz und Beton verwendet.

Läufer

Fehler in der Lackierung. Überschüssige Farbe läuft tropfenförmig der Schwerkraft nach.

Leinöl

Der Mönch Rodgerus von Helmershausen lieferte bereits zur Jahrtausendwende (1000 n. Chr.) verbindliche Lackrezepturen mit der Kombination von harten Naturharzen und natürlichen Ölen: Leinöl und Bernstein werden im Verhältnis 2:1 miteinander verkocht. Leinöl ist dabei der chemisch vernetzende Reaktivverdünner.

Lichtecht

Eigenschaft der Beschichtung, der Einwirkung von Licht dauerhaft zu widerstehen.

Lösemittel

Flüssigkeit aus einer oder mehreren Komponenten, die Filmbildner bzw. Bindemittel ohne chemische Umsetzung lösen kann.

Lösemitteltest

zur Ermittlung der Lösemittelbeständigkeit – Reparaturlackierungen können nur auf lösemittelfesten Untergründe aufgetragen werden – wird ein Lösemitteltest (beispielsweise mit getränktem Verdünnungslappen) an der Altlackierung durchgeführt.

Metalle

vorrangig Eisen, Aluminium, Zink und Magnesium sowie deren Legierungen zeigen spezifische Oberflächeneigenschaften mit Einfluss auf die Lackierung.

Metallic-Lack

auch Fischsilber-Lack, denn früher war das ein mit gemahlenen Fischschuppen versetzter Lack. Siehe auch Effekt-Lack.

Metamerie

Fachbegriff für unterschiedlichen Farbeindruck bei verschiedenen Lichtarten. Der gleiche Farbton kann mit unterschiedlichen Pigmenten erreicht werden. Bei unterschiedlichen Lichtarten (Glühlampenlicht, Tageslicht, Leuchtstoffröhrenlicht, Natriumdampflicht etc.), die unterschiedliche Wellenlängen haben, kann ein repariertes Teil plötzlich einen anderen Farbton haben. Daher ist wichtig, einen Farbton mit den empfohlenen Pigmenten / Basisfarben auszuarbeiten und den Farbton im Fall von Tönen / Nuancieren mindestens unter 2 Lichtarten zu vergleichen.

Musterblech

Jede Lackierung an Oldtimern ist bezüglich des Farbtons eine Individuallackierung. Um auch in Zukunft immer den richtigen Farbton für eine Reparaturlackierung zu ermöglichen, sollte bei der Lackierung des Fahrzeuges durch die Fachwerkstatt ein Musterblech mit lackiert werden. Somit kann auch nach Jahren über die entsprechenden Farbtoninformationssysteme der korrekte Farbton ermittelt und nachgestellt werden. Die sog. „Lackmischformel“ sollte auf der Rückseite des Musters stehen.

Nitro-Kombi-Lack

ist ein weiterentwickelter Nitrolack mit Harzen, Ölen und Weichmachern für optimierten Glanz.

Nitrolack

der geringe Festkörperanteile enthält und geringen Eigenglanz zeigt. Er muss in mehreren Schichten aufgebracht (Spritzpistole) und anschließend poliert werden. Seine erstmalige Verwendung fand nach dem ersten Weltkrieg statt und wurde ab 1930 bei praktisch allen Fahrzeugherstellern eingesetzt. Etwa 1960 endete die breite Verwendung. Die Lackierung eines seltenen Vorkriegsklassikers mit Nitrolack sollte immer abgewogen werden. Einerseits steht die Originalität im Vordergrund, aber die Nachteile den Nitrolackes (häufiges Polieren, keine Lösemittelempfindlichkeit) überwiegen.

Nitroverdünnung

löst Cellulose-Nitrat-Lack und thermoplastischen Acrylatlack an.

Nitrozellulose

umgangssprachlicher Begriff bei Bindemitteln für Nitrolacke. Auch Schießbaumwolle genannt.

Originalfarbton

spezifischer Farbton, der mit einer Originalspezifikation identisch ist. (siehe auch Color Online)

Passivierung

für Korrosionsschutz und Haftung werden Automobilkarosserien phosphatiert und mit Rücksicht auf die nachfolgende Elektrotauchlackierung möglichst vollständig wieder abgespült. Vor dem Abspülen wird oft eine Passivierung vorgenommen, die für verbesserte Haftungs- und Korrosionsschutzeigenschaften der Tauchlackierung sorgt.

Perleffektlack

siehe auch Effektlack. Perl-Effekt ist ähnlich dem natürlichen Perlmutt.

Pflege der Lackierung

Maßnahmen zum Erhalt der Oberflächenbeschaffenheit z.B. abspülen, waschen, polieren, wachsen. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Pflegeprodukten auf dem Markt.

Phosphatierung

schichtbildendes chemisches Verfahren zur Erfüllung hoher Ansprüche an den Korrosionsschutz, schon seit vor 1930 als Parker-, Bonder- oder Granodine-Verfahren im Gebrauch. Durch Katalysatoren und Optimierungen konnte der sehr langsam ablaufende Prozess beschleunigt und qualitativ verbessert werden.

Pigmente

pulverförmige Farbmittel. P werden nicht nur zur Erzielung optischer, sondern auch technischer Eigenschaften eingesetzt.

Polieren

Um den Glanz von alten verwitterten Lacken wieder herzustellen, kann Lack von Hand oder mit einer Poliermaschine aufbereitet werden. Poliermaschinen können in der Hand von Amateuren jedoch größeren Schaden anrichten. Beim falschen Maschinenpolieren
entstehen oft sog. Hologramme (Polierspuren), die nur sehr schwierig wieder zu entfernen sind.

Poliermittel

Poliermittel unterscheiden sich durch Anteil, Härte und Größe ihrer Schleifkörper. Alternativ zu Kratzerentfernern und Schleifpasten eigenen sich auch extrem feine Schleifpapiere mit 2000er oder 2500er Körnung. Stark abrasive Mittel sollten bei dünnen Lackschichten sehr vorsichtig angewendet werden. Für Oldtimer sollten nach der Politur hochwertige Wachse/ Konservierungsmittel eingesetzt werden.

RAL

Normierung für Farbtöne seit 1927, vom Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen erstellt. Als RAL-Farben bezeichnet man die normierten Farbtöne, die das RAL-Institut heute unter dem Namen RAL Classic vertreibt. Jedem Farbton der Farbreihe ist eine vierstellige Farbnummer zugeordnet. Nach matten RAL-Mustern und hochglänzenden sortiert.

Reihe 90

wasserbasierende Lackreihe von Glasurit, die z.B. in den entsprechenden Lackstiften enthalten ist.

Reinigungsmittel

man unterscheidet chemische (u.a. Tenside, Alkaloide, Säuren, vollentsalztes Wasser) und mechanische (u.a. Bürsten, Schleifmittel, Quarzsand, Korund, Glasperlen, Stahlkies, feuchte Wischtücher, Straußenfedern, Druckluft) Reinigungsmittel.

Reparatur der Lackierung

je nach Zustand der Altlackierung muss eine entsprechende Reparatur erfolgen. Dies kann eine Teilausbesserung aber auch eine Komplettlackierung bedeuten. Detaillierte Informationen über die verschiedenen Lackschäden wie auch Reparaturempfehlungen können dem Lackschäden-Ratgeber von Glasurit entnommen werden.

Rissbildung

Fehler in der Beschichtung. Durch Umwelteinflüsse wie UV-Licht oder fehlerhafte Zusammensetzung der Beschichtung werden Filmbildner abgebaut mit der Folge, dass sich Risse bilden.

Rostschutz

siehe Korrosionsschutz.

Salzsprühtest

verbreiteter Korrosionsschutztest, auch Salzsprühnebelprüfung nach DIN 50021, ASTM B 117 bzw. ISO 9227. Soll die korrosive Atmosphäre küstennaher Gebiete und die Einwirkung von Straßenstreusalz mittels Natriumchloridlösung simulieren.

Sandstrahlen

rationelle Methode zum Entfernen alter Beschichtungen, von Flugrost, Anrostungen, Zunder u.a. Für dauerhaft haltbare Beschichtungen ist S. eine wichtige Vorbereitung. Der Nachteil beim Sandstrahlen ist oft das Verziehen der Karosserieteile.
Im Oldtimerbereich finden vermehrt Glasperlen- und Kunststoffstrahlen Ihren Einsatz. Diese tragen den Altlack schonender ab.

Schelllack

auch Japanlack, mit tierischem Harz der indischen Schildlaus als Bindemittel, dünnflüssiger als Öllack.

Schichtdicke

zu unterscheiden sind die Nassfilmdicke und Trockenfilmdicke von Beschichtungen. Die Schichtdicke ist gleichermaßen wichtig für eine gute optische Abdeckung des Untergrundes und eine gute Schutzwirkung, aber auch für die mechanisch-technologischen Eigenschaften und die Wirtschaftlichkeit des Lackierprozesses. Die Schichtdicke kann mit diversen Methoden und Apparaturen verletzend und nicht verletzend ermittelt werden.

Schichtstärke

in Mikrometer gemessene Stärke einer Beschichtung. 1000 µm = 1mm.

Schleifen

Reinigungstechnik und Oberflächenbehandlung von zu beschichtendem Material. Nur ein perfekter Schliff schafft die Voraussetzungen für einen gleichmäßigen Auftrag. Als Schleifmittel werden unterschiedlich grobe Korund- und Siliziumcarbid-Partikel verwendet. Die Auswahl der richtigen Schleifpapierkörnungen ist essentiell. Dabei sind die Angaben der Lackhersteller unbedingt zu beachten. Je feiner der Endschliff, desto besser das Endergebnis. Wichtig ist eine Abstufung ungefähr in diesen Schritten:

P 80 für Spachtelschliff

P 150 /P 240 Spachtelfeinschliff und die Altlackierung

P 500 für Füllerendschliff / P 800 bis P 1000 für Nass-Füllerendschliff.

Schutz

Lackierungen werden häufig durch Schutzwachse gegen vorzeitige Umwelteinflüsse geschützt. Solche Konservierungsmittel sollten nicht mit Polituren verwechselt werden. Die Konservierungsmittel verschließen die Poren und weisen Schmutz ab. Sie müssen mehr oder weniger regelmäßig neu aufgetragen werden. Es gibt auch Folien, die strapazierte Bereiche vor Beschädigungen wie Steinschlag schützen.

Sonderfarbtöne

nach spezieller Rezeptur hergestellte Farbtöne, bei Neuwagenbestellung in der Regel aufpreispflichtig.

Spachtel

in den meisten Fällen werden 2 K Polyesterspachtel eingesetzt – werden zur Egalisierung von Unebenheiten / Beulen nach den Karosseriearbeiten eingesetzt um letztendlich die ursprüngliche Form der Karosserie wieder herzustellen. Spachtelmaterialien können in der Regel bis zu 5000 µm / 5 mm ( in den beschädigten Flächen / Beulen ) aufgetragen werden.

Sperrgrund

wird vor dem Überlackieren mit Wasserlack auf Kunstharzlack aufgebracht, weil er sonst angelöst würde.

Spot-Repair

Reparatur kleiner Lackschäden, möglichst perfekte Instandsetzung mit geringstmöglichem Aufwand gezielt und punktgenau. Dazu gibt es spezielle Spot-Repair-Düsen für Lackierpistolen.

Spritzen

erlaubt auch bei kompliziert geformten Teilen eine gleichmäßige Beschichtung. Besonders bei hohen Anforderungen an Farbtonvielfalt und ausgeprägte Effekte existiert praktisch keine Alternative zum Sprühen. Dabei werden (hydraulisch, pneumatisch, mittels Zentrifugal- oder elektronischen Kräften) Tröpfchen erzeugt, die sich auf dem Lackierobjekt in einen geschlossenen und glatten Film verwandeln.

Spritzpistole

kam mit dem Einsatz von Schelllack auf, doch das Prinzip der aerosolen Zerstäubung wurde bereits 1887 vom niederländischen Arzt DeVilbiss zum Patent angemeldet. Unterschieden werden Fließbecherpistole, Saugbecherpistole und Hochleistungspistole für Druckgefäße und Ringleitungen.

Stahl

Substrat zur Beschichtung, erfordert eine unterschiedliche Behandlung im Vergleich zu verzinktem Stahl oder Aluminium.

Steinschlag

In Radkästen, Frontschürze oder auch Seitenschwellern kann zur Erhöhung der Steinschlagfestigkeit ein entsprechender Steinschlagschutz aufgetragen werden. Je nach Bedarf oder Anforderung kann der Steinschlagschutz mit oder ohne Struktur gewählt werden. Eine Decklackierung kann direkt oder nach entsprechendem Füller- / Grundfüllerauftrag erfolgen. In jedem Fall sind die Angaben des Lackherstellers zu befolgen.

Streichen

Auftrag mit dem Pinsel, zählt zu den ältesten Verarbeitungsverfahren im handwerklichen Einsatz. Vorteilhaft ist die universelle Anwendbarkeit, eine gute und gleichmäßige Benetzung und hervorragende Materialausbeute. Nachteile ist die geringe Flächenleistung sowie eine hoher handwerklicher Anspruch an die Fertigkeit und Erfahrung des Malers.

Topf-Zeit (Potlife)

Zeit für die Verarbeitung von Lacken. 2-Komponenten-Lacke aus Stammlack und Härter können Topfzeiten von nur wenigen Minuten haben.

Trocknung

physikalischer Filmbildungsprozess. Zu unterscheiden ist die Verfestigung durch Abgabe des Lösungsmittels und durch Dispersion. Der nasse Auftrag bildet auf dem Weg zum trockenen Film Kapillare.

Trocknung

Anlage zur Filmbildung von Lacken mit Lösemittel- oder Wasseranteilen. Im Trockner entstehen Lackierungen durch Zufuhr thermischer Energie. Die verschiedenen Verfahren sind Infrarot-Strahlung, Konvektion und Konduktion.

Uni-Lack

konventioneller Basislack eines bestimmten Farbtones mit einem Festkörperanteil von etwa 35 Prozent (Europa) bzw. 45 Prozent (Nordamerika).

Verarbeitungszeit

siehe auch Topf-Zeit.

Verbleichen / Ausbleichen

durch UV-Strahlung und zu häufiges und/ oder falsches Polieren kann der Lack ausbleichen und zeigt matte, helle und verblasste Oberflächen. Beim Verbleichen werden die Farbpigmente zerstört.

Verdünnung

Flüssigkeit aus einer oder mehreren Komponenten, auch Verdünnungsmittel und Lackverdünnung. V. muss mit dem jeweiligen Beschichtungsstoff völlig verträglich sein und kann während der Herstellung oder vor der Anwendung zugesetzt werden.

Verlauf

unterschiedlich ausgeprägte Fähigkeit einer flüssigen Beschichtung zum selbständigen Ausgleich von Unebenheiten, die beim Auftrag entstanden.

Vernetzung

chemische Reaktion im molekularen Gefüge der Harze oder Harzkombinationen durch Knüpfen neuer chemischer Verbindungen. Die Vernetzung kann durch Polyaddition, Polykondensation oder Polymerisation erfolgen.

Verträglichkeit

Cellulose-Nitrat-Lack, Zweikomponenten- und Wasserlacke sind miteinander verträglich (beim Ausbessern oder Nachlackieren) (Hinweis auf Lackierverfahren).

Verzinkung

Zink wirkt als Anode für den Stahl und bietet dadurch einen kathodischen Schutz. Neben der elektrochemischen oder galvanischen Beschichtung mit Zink kann auch durch Zinkstaubfarben ein Korrosionsschutz für Stahl erreicht werden. Dazu wird Zinkpulver in hoher Konzentration in einer organischen Filmbildnerlösung verteilt.

Verzinnung

Sammelbegriff für Oberflächenveredelung, bei der meist ein Zinnüberzug zum Glätten der Metalloberfläche aufgebracht wird.

Viskosität

gibt Auskunft über das Fließverhalten. Die Viskosität von Lackzubereitungen ist eine mehr oder weniger von der Scherung abhängige Größe. Verbindliche Angaben über die Viskosität von Lacken müssen sich deshalb immer auf die während der Messung eingestellte Scherung beziehen.

VOC

Volatile Organic Compounds, flüchtige organische Anteile. Je nach Art und Menge werden sie als Massenkonzentration in mg/m³ oder Volumenkonzentration in ml/m³ bzw. ppm angegeben. VOC-Gesetze und Verordnungen bestimmen maßgeblich den Einsatz
bestimmter Produkte für den Lackierer. So ist seit dem 1. November 2007 in Westeuropa der Einsatz von wasserverdünnbaren Basislacken für die PKW-Fahrzeugreparatur verpflichtend.

Vogelkot

kann Lack – ebenso wie Baumharze - nachhaltig, schnell und stark schädigen, er sollte daher möglichst rasch entfernt werden.

Vorbehandlung

je nach Zustand und Verunreinigung sind verschiedene Vorbehandlungen der zu beschichtenden Oberflächen nötig. Für Metalle gibt es z.B. das Entfetten, Entrosten, Beizen. Es gibt physikalische Methoden zur Vorbehandlung (z. B. Bürsten, Schleifen, Strahlen), chemische Methoden (Beizmittel, Posphatierung, Chromatierung, Eloxieren). Die Vorbehandlung von Kunststoffen, mineralischen Untergründen, Glas, Gummi oder Leder erfordert jeweils eigene spezifische Vorbehandlungen.

Wachs

schützt den Lack, schließt dessen Poren und füllt kleine Kratzer. Die Oberfläche wird durch Wachs widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse und der Glanzgrad erhöht sich.

Waschbürstenfestigkeit

Variante der Abriebfestigkeit einer Lackierung. Brauchbare Tests als Simulation einer Praxisbeanspruchung wurden lange gesucht.

Wash-Primer

wird zur Vorbehandlung von Metalloberflächen eingesetzt. Besteht meist aus zwei Komponenten und ist dünnflüssig. Die Wirkung ist nicht reinigend oder entfettend, sondern passivierend und haftungsvermittelnd.

Wasserlack

auch wässriger/ wasserverdünnbarer Lack. Wasser ersetzt hier zum größten Teil den Verdünner auf Erdölbasis. Seit 1999 ist durch eine EU-Richtlinie geregelt, dass flüchtige organische Verbindungen (VOC) für Lackhersteller und Lackverwender begrenzt sind. Pro Liter Lack ist die Beimischung seit 2007 auf maximal 420 Gramm begrenzt. Bei den meisten Herstellern liegen die Anteile bei rund 100 Gramm. Bei der Lackierung eines Oldtimers wird der Wasserbasislack nach der Ablüftzeit immer mit einem 2K-Klarlack überlackiert und ist deshalb genauso haltbar wie ein konventioneller, lösemittelhaltiger Lackaufbau.

Weichmacher

hat die Aufgabe für die gewünschte Elastizität der Beschichtung zu sorgen. Weichmacher können bereits bei der Synthese des Filmbildners eingebaut werden. Auch eine nachträgliche Elastifizierung ist möglich.

Werkstatt

die Qualifikation der Werkstatt ist maßgeblich für die Qualität der Reparatur.

Werterhalt

Die Pflege der Lackierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Wagenpflege und trägt zum Werterhalt des Fahrzeugs bei.

Wetterbeständigkeit

beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse. In Alterungsprüfungen werden Beschichtungen auf ihre Wetterbeständigkeit (aber auch: Lichtbeständigkeit, Lichtechtheit) überprüft. Viele Tests kombinieren die Belastungsarten.

Zelluloselacke

siehe auch Cellulose-Nitrat-Lack.

Zink

vielseitig eingesetztes Metall insbesondere beim Korrosionsschutz, in thermodynamisch instabilem Zustand, chemisches Element.

Zinkstaub

wird für den aktiven Korrosionsschutz eingesetzt. Die Pigmentierungshöhe ist entscheidend, erst ab einer Gewichtskonzentration von mehr als 90 Prozent berühren sich alle Metallpartikel und können so ihre Schutzwirkung entfalten.

Zustand der Lackierung und H-Kennzeichen

Wenn ein Oldtimer 30 Jahre oder älter ist, kann er unter gewissen Voraussetzungen das H (Historische) -Kennzeichen erlangen. Im Lackbereich: Unilackierungen sind in allen Farben akzeptabel. Dies gilt auch für Metallic-Lacke und Zweifarbenlackierungen. Mehrfarbenlackierungen dürfen jedoch nur dann anerkannt werden, wenn original solche angeboten wurden. Gemusterte Lacke und Motive (Paintbrush) werden nicht anerkannt, ausgenommen sind z.B. Reklamemotive auf Lieferwagen „aus der Zeit“ oder ihnen nachempfundene Aufschriften etc. (z.B. Historische Coca-Cola-Werbung). Der Lack muss sich in einem ordentlichen Zustand präsentieren. Originale Patina und kleinere Kratzer oder Minidellen sind in kleinerer Zahl akzeptabel Grundsätzlich gilt: Je älter das Fahrzeug, desto mehr Schönheitsfehler sind möglich.

Zweischichtlackierung

heute übliches Verfahren zur Lackierung von Automobilkarosserien. Die erste Schicht dient der Farbgebung, die zweite Schicht (aus Klarlack) der Beständigkeit.