Lack-Lexikon


Basislack

Der Basislack – bei den aktuellen Lacktechnologien handelt es sich hierbei um Wasserbasislacke – ist die farbton- und effektgebende Lackschicht. Hierbei kann es sich sowohl um eine Zweischicht-Unilackierung als auch um eine Metallic- oder Perleffektlackierung handeln. Ein Basislack muss immer mit einem Klarlack überlackiert werden. Die Schichtdicke des Basislackes ist abhängig vom Deckvermögen des Farbtons – durchschnittlich werden 10 µm – 25 µm aufgetragen.

Bewertung des Lackaufbaus

Eine Autolackierung soll sich durch gleichmäßige Optik (Glanz, Verlauf, Farbton) auszeichnen. Intakte Originallackierungen an Klassikern sind eher die Ausnahme, Originallackierungen sollten unbedingt erhalten werden. Unregelmäßigkeiten im Decklack können Indizien für unfachmännische Lackreparaturen oder Ganzlackierungen sein und verraten diese. Schmutz und ausgeblichene Flächen verbergen Lackschäden geschickt. Voraussetzung, dies zu erkennen, ist eine gewaschene und ggf. polierte Lackierung. Typische Indizien sind: Farbtonveränderungen, Schleifriefenmarkierungen, Randzonenmarkierungen, Krater, Schmutzeinschlüsse, Glanz- und Verlaufsunterschiede. Oberflächenstörungen wie Risse, Blasen, Korrosionsschäden weisen schon äußerlich auf Schlimmeres hin. Eine Durchschliffprobe bis auf den Untergrund verrät die Geschichte der Lackierung wie Jahresringe bei Bäumen und eignet sich zur Identifizierung des Lackaufbaus und der Originallackierung / Reparaturlackierungen. Auf eine Nachlackierung weisen natürlich auch überlackierte Kederbänder, Gummidichtungen sowie Spuren von Abklebebändern etc. hin.

Blasen

treten als Erhebungen in verschiedenen Arten, Größen und Häufigkeit auf.
Mögliche Ursachen sind Unterrostungen, falsche Lacktrocknung oder Verunreinigungen durch Salzrückstände.

Blech/ Stahlblech

wird bei sorgfältiger Bearbeitung nicht direkt lackiert sondern mit Korrosionsschutzprimer und anschließend Füller versehen. Nach dem Glätten wird der Decklack aufgebracht.

Bleihaltig

Blei- und schwermetallhaltige Pigmente wurden bis in die 1980er Jahre speziell für leuchtende Rot- oder Gelbfarbtöne in der Auto-Serienproduktion eingesetzt. Ein Grund war auch die hohe Deckfähigkeit dieser Stoffe. Heutige Erkenntnisse zum Gesundheits- und Umweltschutz fordern den Verzicht von schwermetallhaltigen Pigmenten. Neueste Pigmententwicklungen ermöglichen die Nachstellung auch älterer Farbtöne in bleifreier Qualität.